Sie hat das Grenzenüberwindende nicht nur in der Stimme, sondern auch im Blut:

Alkmini Laucke Metallinou wurde in Frankfurt am Main geboren, und zwar als einzige Tochter einer griechischen Mutter und eines deutschen Vaters.

Obwohl sie in Braunschweig aufwuchs und dort auch heute noch aktiv ist, knüpfte sie enge Bande zu ihrer Familie auf Korfu.

So nimmt es nicht Wunder, dass sie sich auch in ihrer Leidenschaft nicht einengen lässt: dem Gesang.

 

Dabei näherte sie sich dieser Darbietungsform auf Umwegen.

Zwar hegte Alkmini schon als Kind den großen Traum, Opernsängerin zu werden, doch hatten ihre Eltern etwas anderes mit ihr vor:

Sie schickten sie zunächst zur Ballettausbildung.

Der Unterricht bei Erika Standke-Ohme trug zwar dazu bei, dass sich Alkmini zunächst zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin sowie im Anschluss daran zur Krankenschwester ausbilden ließ, doch spürte sie im Verlauf diverser Weiterbildungen ständig, dass sie damit nicht ihrer Berufung nachkam.

Sie wollte singen.

 

Also nahm Alkmini private Gesangsstunden.

Zu ihren Lehrern zählten Apostolos Stefanou, Kazuko Fujiwara, Julia Rutigliano und aktuell Milda Tubelyte sowie Sandra Kreisler.

Der Erfolg ließ nicht lang auf sich warten:

Kaum ein halbes Jahr nach Beginn dieser Gesangsstudien wurde sie unmittelbar nach dem Vorsingen in den Extrachor des Staatstheaters Braunschweig aufgenommen. Alkmini nutzte diese Gelegenheit nicht nur zum gemeinschaftlichen Singen, sondern auch dazu, sich mit dem Theaterbetrieb vertraut zu machen und ihr Repertoire zu erweitern.

 

Das Wirken im Extra-Opernchor stellte für Alkmini zunächst eine verlässliche Komfortzone dar. Sie entwickelte mit den Jahren jedoch mehr Zutrauen in ihre eigenen Leistungen und errang Selbstsicherheit auf der Bühne. Doch sollte es dabei nicht bleiben.

 

Also schloss sie sich 2014 mit dem Pianisten und Tenor Holger Becker zum Duo „Vorhanggucker“ zusammen und entwickelte mit ihm das solistische Bühnenprogramm „Wohin mit Oper?“. Darin persiflierten die beiden liebevoll ihre Erlebnisse vor und hinter den Kulissen des Theaters.

 

Damit brachte Alkmini Laucke Metallinou den Stein ins Rollen: Kurz darauf meldete sich Josef Ziga, Konzertmeister und Solo-Violinist des Staatsorchesters Braunschweig, bei ihr und lud sie ein, ein Kammerkonzert unter seiner Leitung gesanglich zu begleiten.

Damit gab er den Startschuss für eine Karriere Alkminis, die daraufhin Konzerte in verschiedenen musikalischen Richtungen und instrumentalen Besetzungen gab.

 

Heute ist sie als Folge dieser Erfolge ausschließlich solistisch tätig.

 

Der Wohnortwechsel Alkminis in die Hansestadt Lübeck im Jahre 2016, unterbrach in keiner Weise die regelmäßigen Konzerte in Braunschweig und Umgebung.

Die bisherige Zusammenarbeit mit Christian Horn, Bandoneon und Kontrabassist des Staatsorchesters Braunschweig, entwickelte sich dahingehend, dass im Sommer 2018 gemeinsame Konzerte in Griechenland aufgeführt wurden.

 

Den Schwerpunkt für das musikalische Wirken von Alkmini Laucke Metallinou stellt die Musik von Mikis Theodorakis dar.

 

 

 

 

Text: Matthias Bosenick

Foto: Karlheinz Felger/privat